3.12.9 Batterien

Welche Batterien sind geeignet?

Alle Pocketviewer-Modelle benötigen dieselbe Batterie-Bauform: "Micro", "LR03" oder "AAA" sind verschiedene Bezeichnungen für ein und denselben Batterietyp. Die Bezeichnung "Micro" ist hauptsächlich in Deutschland üblich, in Englischsprachigen Ländern "AAA" und im Asiatischen Raum "LR03". Die Benutzung von Markenbatterien wirkt sich deutlich auf die Nutzungsdauer aus! Casio selbst empfiehlt Batterien der Marke "Duracell".

Sind Akkus geeignet?

Alle Pocketviewer-Modelle sind für Akku-Betrieb geeignet, aber man muss starke Einschränkungen in der Laufzeit hinnehmen. Mit Primärbatterien (nicht aufladbare Batterien) ist eine typische Laufzeit von etwa 160 Stunden realistisch. Mit den technisch veralteten NiCd-Akkumulatoren ist eine Laufzeit von etwa 40 Stunden realistisch, mit den neueren NiMH-Akkumulatoren ist eine Laufzeit von 60-80 Stunden realistisch.

Grund hierfür ist die Arbeitsschlusspannung von 2,10 Volt, bei welcher der Pocketviewer abgeschaltet wird mit der Meldung "Batterien wechseln". Mit 2 Primärbatterien erreicht man eine Spannung von etwa 3,2 Volt, mit 2 NiCd- oder NiMH-Akkus nur 2,5 Volt. Die typische Kapazität von Batterien beträgt 1100mAh, die von NiMH-Akkus 700mAh und die von NiCd-Akkus etwa 300mAh.

Aus diesen Daten ist ersichtlich, dass es nur bedingt sinnvoll ist, Akkus einzusetzen. Durch die niedrigere Ursprungsspannung und die geringere Kapazität muss man sehr starke Laufzeiteinbußen hinnehmen.

Aus dem ökologischen Aspekt sind NiCd-Akkumulatoren zu vermeiden, da Cadmium ein gesundheitsschädliches Schwermetall ist und sich in der Natur anreichert. Normale Primärbatterien sind von der Umweltbelastung aus gesehen deutlich besser. Am besten schneiden die NiMH-Akkumulatoren ab, da sich diese etwa 1000x wiederaufladen lassen. Diese benötigen jedoch ein dafür geeignetes Ladegerät, was bei der Anschaffung bedacht werden muss.

Wie wird der Zustand der Stromversorgung ausgelesen?

Für alle Pocketviewer-Modelle gibt es ein AddIn-Programm mit Namen "Battstat", welches den Füllstand und die aktuelle Klemmenspannung anzeigt. Für die Modelle PV-250X, PV-S250, PV-450X und PV-S450 existieren auch Betriebssystem-Patches, die bewirken, dass im Hauptmenü unterhalb der "Scroll-Felder" eine dauerhafte Batterieanzeige erscheint. Eine dritte Möglichkeit ist die Nutzung des AddIns "PV Application Manager", welches nicht nur die Batteriespannung anzeigt, sondern noch viele andere Möglichkeiten bietet.

Der Spannungswert der Stromversorgung wird vom PV periodisch ausgelesen, über einen A/D-Wandler (Analog-Digital-Wandler) in einen digitalen Wert zwischen 0 und 1023 umgewandelt, was einem Spannungsbereich von 0,00 Volt bis 3,30 Volt entspricht. Dieser Digitalwert wird an einer bestimmten Stelle im Speicher hinterlegt und kann dort ausgelesen werden. Ab einer Spannung von 2,10 Volt (was einem Digitalwert von 649 entspricht) wird der PV abgeschaltet und es wird die Meldung angezeigt, dass die Batterien auszuwechseln sind.
Im Kapitel 3.16 sind zwei Funktionen aufgeführt, mit denen sich der aktuelle Zustand der Batterien auslesen und in eine entsprechende Voltzahl umrechnen läßt.

Hilfe, die Batterien sind leer!

Meist sind Batterien genau dann leer, wenn man ganz dringend etwas notieren oder wissen muss. Als kleiner Tipp: Um das Letzte aus den Batterien (oder Akkus) herauszuholen hilft es oft, diese aus dem PV auszubauen, für ein paar Minuten auf die Heizung oder an einen warmen Ort zu legen und dann wieder einzubauen. Batterien und Akkus erzeugen die Spannung über chemische Reaktionen, und je wärmer die Umgebung ist, um so schneller läuft eine chemische Reaktion ab. Bei Akkus muss allerdings damit gerechnet werden, dass diese "Tiefentladen" und dadurch unbrauchbar werden. Vorsicht! NICHT mit dem Feuerzeug, über einer Kerze oder im Backofen erwärmen! Dies führt unter Umständen zum Platzen der Batterie!

Für Ergänzungen wenden Sie sich bitte an: Jürgen Wagner