1.3 Technischer Aufbau

Alle Angaben beziehen sich auf aktuelle Pocketviewer-Modelle der Serien PV-?50X, PV-S?50 und PV-S?60. Die Modellreihen PV-?00, PV-?00A und PV-?00plus besitzen keine AddIn-Fähigkeiten und auch keine Möglichkeit, das Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen. Dies sind entweder sehr alte Modelle (z.B. PV-100) oder Modelle, die speziell für den US-Markt gefertigt wurden (z.B. PV-400plus).

Ausstattung

Allen Modellen gemeinsam ist der Hauptprozessor, ein NEC-80186-kompatibler 16-Bit Prozessor (Bezeichnung V30MZ) welcher mit 20MHz getaktet wird. Der Speicher aller PV-Modelle ist als Flash-Speicher ausgeführt, welcher seine Daten auch beim Ausschalten oder beim Verlust der Versorgungsspannung behält. Dies ermöglicht es, beim PV die Batterien zu entfernen oder zu wechseln, ohne dass die Informationen verloren gehen können. Alle Modelle besitzen ein Schwarz-Weiss-Display mit einer Auflösung von 160x160 Punkten, eine Hintergrundbeleuchtung, einen internen Piezo-Signalgeber ("Lautsprecher"), eine "Schaltwippe" oder ein "Action-Wheel" für den einhändigen Schnellzugriff auf Informationen. Der Kontakt zum PC wird über eine eingebaute serielle Schnittstelle erledigt, welche 16550-kompatibel ist (mit FIFO-Puffer) und eine maximale Übertragunsgrate von 38400 bps bietet.

Die Unterschiede der einzelnen PV-Modelle liegen in der Kapazität: Die PV-Modelle lassen sich einteilen in Modelle mit 4MB und 6MB Kapazität des eingebauten Flash-Speichers:

Speicheraufteilung

Der Speicher ist wie folgt aufgeteilt:

1MB des Flash-Speichers ist reserviert für das Betriebssystem PVOS, 1MB ist reserviert für die Aufnahme von AddIn-Programmen und der Rest des Speichers (2 bzw. 4 MB) ist für die Aufnahme von Benutzerdaten vorgesehen. Diese Einteilung lässt sich nicht verändern. Der Bereich für die Nutzerdaten nimmt die Daten der eingebauten PIM-Programme auf (Kalender, Memos, Quickmemos, Kontakte, Ausgaben, PocketSheet-Tabellen) und die Daten der zusätzlichen AddIn-Programme (z.B. E-Books, Basic-Programme etc.).

Speichersegmentierung

Der Speicherbereich für AddIns ist "segmentiert", d.h. es müssen immer bestimmt Blockgrößen belegt werden. Maximal kann der PV 16 eigenständige AddIns verwalten, selbst wenn noch Platz frei wäre, kann dann kein weiteres Programm geladen werden.

Zur Verdeutlichung: Der PV besitzt ein Lager für 16 Bierkisten (64kB-Speicherblöcke). In jeder Kiste darf nur eine Sorte Bier sein (ein AddIn-Programm). Jede Bierkiste hat Platz für 4 Flaschen Bier (16kB-Segmente) Eine Biersorte kann einen ganzen Kasten ausfüllen, oder auch mehrere. Wenn wir angenommen, 3 Flaschen Decks, 1 Flasche Reineken und 9 Flaschen Biebels im Lager unterbringen wollen, benötigen wir dafür 5 der 16 möglichen Bierkisten:

Dadurch, dass immer nur eine Sorte in einem Kasten sein darf (1 AddIn in einem Speicherblock) , gehen in diesem Beispiel 7 Lagerplätze verloren. Und dadurch, dass die Biebels-Biere 3 Kästen beanspruchen, können jetzt nur noch maximal 14 (statt 16) verschiedene Biersorten (AddIns) gelagert werden.

Wie kann diese Beschränkung Umgangen werden? Man nimmt das Programm "PV-AddIn-Manager" (PVAIM) und packt mehrere Sorten in einen Kasten und nennt das ganze "Tigerbräu". Dann sind die einzelnen Biersorten (Programme) in der Haupt-Lagerliste nicht mehr zu finden, dort ist dann nur noch die Sorte "Tigerbräu" zu finden, im ersten Kasten von Tigerbräu liegt eine Lagerliste für die einzelnen Flaschen:

Obwohl PVAIM selbst auch Platz beansprucht, wird Platz gespart, da die einzelnen Programmblöcke direkt hintereinander geschrieben werden können.

Für Ergänzungen wenden Sie sich bitte an: Jürgen Wagner